Das Gesicht in seiner oszillierenden Erscheinung ist ein Phänomen und es ist Konzentrat menschlichen daseins. Es Ermöglicht das Gewahr werden des anderen. Hier leuchtet das Besondere und Einzigartige einer Individualität auf. Indem man ein Gesicht auf dem Bildträger „erscheinen“ lässt, nähert man sich so dem Rätsel des Anderen an und verleiht der eigenen Verwunderung Ausdruck.

Der Kopf, respektive das Gesicht ist eine Bühne, eine Landschaft, ein Ort, an welchem sich eine Handlung vollzieht. Eine Handlung die Renè Weigel durch ihr Sichtbarmachen zur Erkenntnis verhilft. Das Gesicht in seiner oszillierenden Erscheinung ist ein Phänomen, ein faszinierendes Ereignis. Und es ist Konzentrat menschlichen Daseins. An keinem anderen Ort dieser Welt erfährt der Künstler die Präsenz, das ICH eines Gegenübers deutlicher, prägnanter als hier. Es ermöglicht das Gewahr werden des Anderen. Hier leuchtet das Besondere und Einzigartige einer Individualität auf.

Indem Renè Weigel ein Gesicht auf dem Bildträger „erscheinen“ lässt, nähert er sich so dem Rätsel des anderen an und verleiht so seiner Verwunderung Ausdruck. Gleichzeitig verschafft ihm diese Auseinandersetzung auch eine Art Selbstvergewisserung. In diesem Sinne verstehe Weigel Köpfe und Gesichter als Entwurfsskizzen für ein mögliches Selbstbild. Es ist ein Spiel mit Rollen, Masken und Identitäten.

Renè Weigel malt vorangig mit Acryl auf Papier, Leinwand und MDF in den Formaten 21 x 29 cm bis 90 x 60 cm. Dabei ist es ihm sehr wichtig, möglichst direkt und unmittelbar zum Freisetzen seiner inneren Bewegung zu gelangen. Dynamisch-expressive Pinselstriche, ein hohes Arbeitstempo sowie der Einsatz einer offensiv-vitalen Farbgebung verhelfen ihm dabei zum Ausdruck seiner Emotion.

Steckbrief

seit 2010: Mitglied im BBK
seit 2003: zum Thema „Von Angesicht zu Angesicht“
1998 – 2000: Grafische Ausbildung
1996 – 1997: Abendakademie bei Sándor Dóró an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden
1996: Zeichenschule Sándor Dóró
1990: Beginn künstlerischer Arbeit